Gewichtszunahme bei Untergewicht

Gewichtszunahme bei Untergewicht
Zunehmen bei Untergewicht

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) befindet sich eine erwachsene Person im Untergewicht, sobald ihr Body-Mass-Index (BMI) unter den Wert von 18,5 fällt. Diesen BMI berechnen Sie schnell und einfach mit der Formel:

BMI = Körpergewicht in kg / Körpergröße in m²

(Der sogenannte Smart BMI berücksichtigt darüber hinaus auch Geschlecht und Alter.)

Zu Untergewicht kommt es beispielsweise durch Krankheiten, z. B. Krebs, oder psychische Belastungen wie Stress oder Depressionen – es kann aber durchaus auch eine erbliche Veranlagung oder eine Art Alterserscheinung zugrunde liegen. Während die Schilddrüsenunterfunktion häufig zu Übergewicht führt, so kann eine Schilddrüsenüberfunktion hingegen Untergewicht verursachen. Darüber hinaus zählen Essstörungen wie Bulimie und Anorexie sicherlich zu den bekanntesten Verursachern von krankhaftem Untergewicht. Doch nicht nur eine Mangelernährung, sondern auch eine „falsche“ Ernährung, sprich eine Nahrungszufuhr mit zu geringem Nährwert, gelten als typische Gründe für Untergewicht.

Andauerndes Untergewicht schwächt den Körper und folgende Gesundheitsrisiken gehen mit den zwangsläufig auftretenden Mangelerscheinungen und einem daraus resultierenden verlangsamten Stoffwechsel einher:

  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Hauterkrankungen, z. B. durch Vitaminmangel: Trockenheit, rissige Mundwinkel, entzündete Schleimhäute, brüchige Nägel
  • nachlassende Haarqualität, z. B. durch Eisen-/Selenmangel
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kreislaufprobleme
  • auffallende Blässe
  • bei Kindern: Wachstumsstörungen
  • bei Frauen: Zyklusstörungen, denn der Körper schützt sich gegen jeden unnötigen Energieverbrauch
  • im Extremfall: Auszehrung und Tod

Strategien zur Ernährungs- und Verhaltensänderung

Essen sollte keine lästige Pflicht sein, sondern vielmehr Freude bereiten. Machen Sie sich darüber Gedanken, wie Sie den Prozess des Essens genießen können: Nehmen Sie sich Zeit – nicht nur für die Mahlzeiten selbst, sondern bereits bei der Zubereitung. Setzen Sie auf qualitativ hochwertige Produkte, auf reifes Obst und Gemüse, auf frische Produkte und aromatische Gewürze. Richten Sie das Essen entsprechend an – auch wenn Sie alleine essen. Beziehen Sie möglichst viele Sinne mit ein: das Aroma, den Geschmack, das Brutzeln in der Pfanne, die Festigkeit des Gemüses und natürlich auch den Anblick der roten, gelben und grünen Paprikas auf dem Teller, denn wie heißt es so schön: Das Auge isst mit.

Sollten Sie unter Appetitlosigkeit leiden, helfen oft Bitterstoffe aus

  • Gemüsesorten, z. B. Radicchio, Fenchel und Artischocke,
  • sowie Obst, z. B. Grapefruits.

Verzehren Sie sie ruhig mal als Snack zwischendurch – dazu eignen sich übrigens auch Nüsse ganz hervorragend. Verteilen Sie Ihre optimale Kalorienzahl auf sechs bis acht kleinere Mahlzeiten pro Tag, welche Sie am besten alle zwei Stunden zu sich nehmen. Bevorzugen Sie hochwertige Kohlenhydrate, Fette und Proteine – zusammen besprechen wir, welche das sind und in welchen Nahrungsmitteln Sie diese finden. Bitte wenden Sie sich auch an den Arzt Ihres Vertrauens, denn möglicherweise ist es sinnvoll, Ihr Blut untersuchen zu lassen, um eventuell fehlende Mikronährstoffe zu supplementieren.

Sollten Sie dennoch Probleme haben, sich ganz auf die Mahlzeit einzulassen, den Alltag abzuschütteln und sich ohne Stress und Druck auf das Essen zu konzentrieren, könnte es hilfreich sein, bestimmte Entspannungstechniken zu erlernen.

Zunehmen durch Bewegung

Ein gut geplantes Krafttraining eignet sich optimal dazu, Muskelmasse und damit auch Gewicht aufzubauen – doch Sie benötigen Geduld und Durchhaltevermögen, denn es ist ein langwieriger Prozess, der nicht von heute auf morgen zu sichtbaren und messbaren Ergebnissen führt.

Ein moderater Ausdauersport ist ebenfalls sinnvoll und insbesondere für unsere Gefäße und das Herz-Kreislauf-System sehr gesund, sollte aber nicht länger als 20 Minuten betrieben werden, um die Fettreserven zu schonen.

Lassen Sie uns herausfinden, welcher Weg für Sie geeignet ist!

Ich würde mich sehr freuen, Sie und Ihre persönliche, sehr individuelle Geschichte kennenlernen zu dürfen. Gemeinsam überlegen wir, welche Schritte für Sie passen könnten … über Einzelgespräche und Gruppentreffen bis hin zu sportlichen Aktivitäten.