2. Säule: Motivation

2. Säule: Motivation

Fortschritte beobachten, Rückschläge überwinden, Hoffnungen visualisieren

Ernährung und Motivation

Mein Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Störung zu erkranken, war zehnmal so hoch wie bei Menschen mit einem gesunden BMI (Body Mass Index). Die Wahrscheinlichkeit für Diabetes oder einen Schlaganfall stieg sogar auf das Fünfzehnfache an. Doch das war nicht mal das Schlimmste: Eines Tages kam mein Sohn wütend von der Schule nach Hause. Er hatte sich für mich geprügelt, weil ein Klassenkamerad zu ihm sagte, seine Mutter würde nicht mehr durch die Schulgänge passen. Mein Sohn sah sich gezwungen, meine Ehre zu verteidigen. Die Vorstellung, dass er sich für mich schämen musste, brach mir das Herz. Das war mein persönlicher Warnschuss … meine Start-Motivation!

Was ist Ihre Start-Motivation?

Sich die eigenen Beweggründe bewusst zu machen – und in der kommenden Zeit auch bewusst zu erhalten – ist von unschätzbarer Wichtigkeit. Eine dauerhaft erfolgreiche Umstellung Ihrer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ist nur dann möglich, wenn Sie sich aus eigenem Antrieb dazu entschließen und nicht von Freunden oder Familienangehörigen dazu gedrängt werden. Bitte denken Sie schon vor dem ersten Beratungstermin intensiv darüber nach, was Ihnen die Kraft gibt, den ersten Schritt zu wagen – warum jetzt, welche Hoffnungen bringen Sie mit? Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit treffen sogar mehrere Punkte auf Sie zu:

  • gesundheitliche Aspekte
  • ästhetische Vorstellungen
  • soziale Ablehnung
  • berufliche Gründe
  • ein aktiveres, mobileres Leben ohne gewichtsbedingte Einschränkungen
  • Sehnsucht nach Anerkennung, vielleicht nach einer neuen Partnerschaft
  • Wiederaufbau von Selbstvertrauen
  • usw.

Ihre Start-Motivation ist ausschlaggebend für die Erfolgsaussichten einer möglichen Zusammenarbeit und wird deshalb ein zentrales Thema bei unserem Kennenlernen sein.

Gemeinsam halten wir Ihre Motivation am Leben

Vermutlich haben Sie bereits einige Versuche, Rückschläge und Enttäuschungen hinter sich, die Sie schlimmstenfalls bis in die Selbstaufgabe geführt haben – so erging es zumindest mir. Und obwohl Sie nicht mehr daran glaub(t)en, jemals wieder ein gesundes Körpergewicht zu erreichen, suchen Sie nach Lösungen. Darum gehen wir zunächst einen Schritt zurück:

➀ Verzeihen Sie sich und lieben Sie Ihren Körper!

Sich selbst verzeihen, den eigenen oft schon verhassten Körper wieder lieben? Keine leichte Aufgabe! Es geht auch nicht darum, sich selbst zu belügen, indem man sich vormacht: „Mir geht es gut, so wie ich bin!“ – Sie wären nicht auf dieser Seite, wenn Sie sich wohl fühlen würden. Doch zerfressen Sie sich nicht länger mit Selbstvorwürfen. Belasten Sie sich nicht mit Gedanken wie „Ich hätte diese Schmerzen nicht, wenn ich früher mehr Sport gemacht hätte.“ oder „Ich wäre nicht so dick/dünn, wenn ich besser auf meine Ernährung geachtet hättet.“ Solche Gedanken ziehen Sie runter, bremsen Sie aus, führen zur bereits erwähnten Selbstaufgabe.

Betrachten Sie Ihren Körper mit wohlwollenden Augen, fragen Sie sich, was Ihr Körper in den vergangenen Monaten und Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten ausgehalten hat. Wovor hat er sie verschont? Ich zum Beispiel erkannte, dass ich trotz der erhöhten Krankheitsrisiken keine dieser Folgeerkrankungen erlitten habe. Eine Untersuchung meiner Organe bestätigte, dass weder Herz noch Leber verfettet sind. Und ich bin dankbar dafür, denn das hätte auch ganz anders ausgehen können!

Gehen Sie in sich! Sicher finden auch Sie Gründe, für die Sie Ihrem Körper dankbar sind …

➁ Gemeinsam sind wir stark!

Kämpfen Sie nicht allein, lassen Sie uns über Ihre Fortschritte, aber auch über Ihre Rückschläge sprechen. Rückschläge werden leider nicht ausbleiben, so viel sei schon mal verraten. Gemeinsam werden wir ermitteln,

  • wie wir Ihre Gewohnheiten behutsam Schritt für Schritt in eine gesunde Richtung lenken
  • welche Methoden für Sie funktionieren könnten und welche Wege neu durchdacht werden sollten
  • was mögliche Gründe für Rückschläge sind und wie Sie diese in Zukunft besser in den Griff bekommen

Dazu greifen wir – stets auf freiwilliger Basis, kein Zwang! – zurück auf:

  • Ernährungstagebücher etc.
  • wöchentliche Gruppentreffen mit gegenseitigem Erfahrungsaustausch und nicht-offenen Gewichtskontrollen
  • gemeinsame Bewegung, sprich: Sport unter Gleichgesinnten, was uns zur dritten Säule zum Wohlfühlkörper führt …

Erfahren Sie mehr über die 3. Säule zum Wohlfühlkörper ➧